Pilgrim - Rebellion (Band 1) von Joshua Tree

"Plötzlich hörte er einen gewaltigen Knall in seinem Rücken und ihre verzweifelte kleine Menschenkette wurde von einer gigantischen Druckwelle mitgerissen, wie verwelktes Laub, das der Wind achtlos von der Mauer fegte." - Zitat aus dem Buch

Dies ist der Auftakt zur sechsteiligen Saga „Pilgrim“.

Inhaltsangabe (gekürzt):
Aus den Wellen eines endlosen Ozeans erhebt sich der Berg Pilgrim. Unter der Herrschaft ihres unsterblichen Anführers, dem Hüter der Seelen, vollbringen seine Bewohner wahre Wunder mit ihrer mystischen Magie, dem Hatori. Quelle ihrer scheinbar grenzenlosen Macht ist die Weltenblume, ein uraltes, mysteriöses Wesen, das tief im Herzen des Berges schlummert. Doch für ihre Magie fordert sie einen Preis: Den Wahnsinn. Magnus, Prinz von Pilgrim und seine Freundin Tzunai müssen bald herausfinden, dass sich hinter den scheinbar grenzenlosen Wundern ihrer Heimat weitaus mehr verbirgt als sie ahnen. Ist der einsame Berg tatsächlich so einsam, wie sie seit ihrer Kindheit gelernt haben? Warum darf kein Pilgrim älter als 40 Sommer werden? Welches Geheimnis steckt hinter der Weltenblume?


Zum Cover:
Dieses Cover ist endlich mal etwas Anderes. Es sind keine typischen Fantasy-Elemente darauf. Die Hände lassen vermuten, dass es auch etwas düster im Buch zugeht. Durch den weißen Hintergrund kommen diese besonders gut zu Geltung! Mich spricht es auf jeden Fall an.

Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit einem sehr intensiven und etwas verwirrenden Prolog. Erst nach ein paar Kapiteln versteht in welchem Zusammenhang dieser mit der Geschichte steht. Danach lernen wir Magnus und Felix kennen. Die Beiden sind einem sofort sympathisch. In den folgenden Kapiteln erfahren wir mehr über Pilgrim und das Volk. Besonders interessant waren hier die Fähigkeiten und die Selbstverständlichkeit mit der diese benutzt wird. Von einem Tag auf dem anderen wird das Leben von Magnus und seinen Freunden auf den Kopf gestellt. Ihr Leben wird nie mehr so sein, wie es vorher war. Gewalt und Tod sind von nun an ungewollte Begleiter. Die Freunde haben sehr viel zu lernen und bekommen von unerwarteter Seite Hilfe. Dennoch ist alle offen und keiner weiß wie ihre „Reise“ enden wird.

Anfangs hatte ich meine Probleme mit den langen und verschachtelten Sätzen. Nach 2-3 Kapitel hat sich dies geändert und ich kam in einen direkten Lesefluss. Der Schreibstil des Autors wurde mit jedem Kapitel lockerer. Außerdem hat er eine sehr bildhafte und intensive Art seine Welt zu beschreiben. Dadurch konnte ich sie mir leicht vorstellen und mich sehr gut hineinversetzen.

Die Welt von Pilgrim hat mich richtig fasziniert, ich gierte richtig nach Informationen darüber. Wenn ich nicht lesen konnte, dachte ich über die Welt und die Konsequenzen nach. Ich möchte niemanden spoilern und kann somit leider nicht näher darauf eingehen. Auf jeden Fall sind einem bei dieser Welt Überraschungen und Schockmomente garantiert! Auch auf die Figuren gehe ich nicht näher ein, da dies ebenso spoilern würde. Ich sage lediglich, dass einige Figuren ins Spiel kommen, die mich positiv überrascht haben. Die Figuren haben alle ihre eigene Persönlichkeit bekommen und wirken glaubhaft.

Die intensive Spannung und die unerwarteten Wendungen haben mich richtig mitfiebern lassen. Es gab zwar in der zweiten Hälfte ruhigere Kapitel, die aber für die Entwicklung der Geschichte wichtig sind. Zu meckern gibt es bei diesem Buch kaum etwas.

Das große „Finale“ war wirklich spannend und ich habe richtig mitgefiebert. Nach der Arbeit habe ich beinahe durchgehend gelesen und konnte den Kindle nicht mehr zur Seite legen. Ich freue mich nun sehr auf die Fortsetzung!

Mein Fazit:
Dies ist eine sehr spannende Geschichte mit viel Potenzial. Die Welt ist gut durchdacht und richtig faszinierend. Die Figuren haben alle ihre eigene Persönlichkeit bekommen und wirken glaubhaft. Ich freue mich auf jeden Fall auf die Fortsetzung!

 

Ich vergebe 5 von 5 möglichen Flatterfeen!

 

 

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Drogen, Sex und gute Laune (Autobiographie) von Manfred Jelinski

Bei diesem Buch handelt es sich um die Autobiografie von Manfred Jelinski. In diesem ersten Teil geht es ausschließlich um seine Erlebnisse in den 60er Jahren.

Inhaltsangabe:
Worum geht es in diesem Buch? Nun, der Titel sagt es allen Leuten, die gewohnt sind, schnelle Kaufentscheidungen zu treffen: Drogen bis zum Abwinken, Sex bis nicht mehr geht und gute Laune, wenn dafür noch Zeit war. Für den kundigen Literaten und sogar für alle diejenigen, denen das aus Gewohnheit zu einfach ist, sei verraten, dass der Autor natürlich noch mehr im Sinn hatte. Zum Beispiel festzustellen, wie plattgedroschen heutige Ansichten über „die 60er“, schlimmer noch: über „die 68er“, die Beatnicks, die Hippies, überhaupt die Jugend dieser Zeit in der allgemeinen Betrachtung abgespeichert sind. Es war ganz anders! Und in der Fülle der damals getätigten Aufzeichnungen, der gesammelten Fotos, Filme und Erinnerungsstücke erkannte auch der Aufschreiber dieser Erlebnisse, dass sich überraschende und längst unterdrückt geglaubte Schlüsse ziehen lassen. Zum Beispiel, welche Chancen damals und bei den kommenden Generationen verspielt wurden. Vielleicht gelingt das besser von unten als aus der Sicht eines Popstars oder Politikers. Aber für den schmökerhungrigen Unterhaltungssuchenden genügt eigentlich auch der Titel als Beschreibung. Drogen, Sex und gute Laune eben.


Zum Inhalt:
Wie die Inhaltsangabe treffend wiedergibt, geht es in diesem Buch um Manfred Jelinskis Zeit in den 60er Jahren. In ausführlichen Kapiteln beschreibt er die Ereignisse sehr intensiv. Manche Ereignisse werden hingegen nur angerissen. Durch die nicht chronologische Anordnung der Kapitel tat ich mir schwer einschätzen, wie alt der Autor zu dem jeweiligen Zeitpunkt war. Auf Seite 340 befindet sich eine Zeitlinie. Diese hätte ich zu Anfang benötigt, um immer wieder während dem Lesen nachsehen zu können in welchem Jahr ich mich befinde.

Die einzelnen Kapitel sind zum Teil mit Humor und zum Teil mit ernst geschrieben. So manch Szene bringt einen zum Schmunzeln oder zum Lachen. Was sich für mich besonders heraus kristallisiert hat ist, dass Sex und Drogen zum Alltag gehörten. Die Jugendlichen wollten in dieser Zeit aus dem Alltäglichen ausbrechen und sich nicht mehr von den Eltern kontrollieren lassen. Diese waren ja bekanntlich durch den Krieg vorbelastet. Man fühlte sich damals unverstanden und eingesperrt. Mit einfachen Worten gesagt: Es wurde rebelliert. Mir wurde beim Lesen klar, dass man einige Aspekte mit heute vergleichen kann und diese auch übereinstimmen.

In diesem Buch berichtet der Autor intensiv über seine ersten Filme, das Trampen und „Herumreisen“, das Kino, das er mit seinen Freunden betrieb und die damit verbundenen Probleme mit den Behörden. Natürlich darf man die Drogen und den Sex mit den Mädchen nicht vergessen. Aber das sagt ja schon der Titel.

Im Nachhinein muss ich zugeben, dass mich die detaillierten Schilderungen und das viele abwechseln von Drogen und Sex nervten. Ich sehnte das Ende von zu manch Kapitel herbei. Es kann aber auch daran liegen, dass ich absolut gegen Drogen- und Alkoholmissbrauch bin. Oder es liegt an meinem Alter mit 23 Jahren.

Gefallen hat mir die Bildergalerie (ca. 60 Seiten) am Ende des Buches. Hier konnte man sich des Autors Leben durch die Bilder leichter vorstellen. Ich hatte mir allerdings gewünscht, dass die Bilder jeweils nach den Kapiteln kamen, damit leichter eine Verbindung hergestellt werden konnte.

Mein Fazit:
Eigentlich ist das eine interessante Autobiographie. Durch den Autor sehe ich die 60er Jahre nun in einem anderen Licht und kann so manch Erwachsenen, der dies erlebt hat, besser verstehen.
Trotzdem gab es für mich einige sehr langatmige Stellen.

 

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Flatterfeen.

 

 Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten.

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