Löwenflügel von Thalea Storm


Gedankengut nach dem Buch: 

Die Angst ist ein stetiger Begleiter im Leben, 

doch sollte es Panik werden muss man Hilfe nehmen.

Doch wie hilft man jemandem der Angst vor Menschen hat, 

man hilft, indem man ihm dazubringt Dinge zu tun, die er nie gedacht.

 

Klappentext: 

 

Wie normal kannst du sein, wenn du eigentlich total unnormal bist? 

 

 

Leo hält sich für unnormal, denn er ist anders. Schüchtern, zurückhaltend und vielleicht ein bisschen komisch. Er lebt in seiner eigenen Welt, die keinen Platz für die Leichtigkeit des Lebens lässt. Den Blicken und Vorurteilen der Gesellschaft ausgesetzt, versucht er, sich durchs Leben zu schlängeln und eckt dabei überall an, wo er nur anecken kann. Kaum jemand ahnt, was hinter seinem merkwürdigen Verhalten steckt, denn Leo ist krank. Psychisch krank. Er leidet unter einer Sozialen Phobie, die ihm die Teilhabe am Leben nahezu unmöglich macht. Sein Alltag ist erfüllt vom eigenen Kampf gegen sich selbst und der steten Hoffnung, irgendwie in eine Gesellschaft zu passen, die ihn nicht akzeptieren will. Erst die quirlige, lebenslustige Maya, die hinter seine geheimnisvolle Fassade blickt, haucht ihm mit ihrer Neugierde, Aufgeschlossenheit und vor allem Toleranz, endlich wieder Leben ein. Sie nimmt ihn an die Hand und er lässt sich von ihr führen, unter dem trügerischen Gefühl von Sicherheit. Leo gibt sich Maya und ihrer Zuneigung vollends hin und ahnt dabei nicht, welche dramatischen Folgen ihre Freundschaft für ihn haben wird. Wie schnell muss man rennen, um dem eigenen Selbst zu entkommen? Leo und Maya. Eine herzerwärmende, emotionale Geschichte von aufregender Freundschaft, zaghafter Liebe, unsterblicher Hoffnung und dem steten Versuch, etwas passend zu machen, das einfach nicht passt.  

 

Meine Meinung: 

 

Diese Geschichte hat mir vieles abverlangt, da es mich nicht nur verzaubert und für sich einnehmen konnte, sondern weil es mich regelrecht auch herausgefordert hat, denn man denkt zwangsläufig über sein eigenes Leben und seine Einstellungen nach. Fragt sich selber, ob man wirklich mit offenen Augen durchs Leben geht, oder ob man auch eine dieser Personen ist, welche wegschauen oder sich lächerlich über Menschen machen die anders sind. Ein Buch das auf jeden Fall noch nachhaltig meine Gedanken beschäftigt hat.

 

Thalea Storm schaffte es dieses Jugendbuch mit so vielen tiefen Einblicken und Gefühlen zu füllen, dass ich sofort in die Rollen der beiden Teenager einsteigen konnte und bald glaubte selbst diese Geschichte zu erleben, ohne jemals überfordert gewesen zu sein, oder das Verständnis nicht mehr aufbringen konnte. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen und bleibt sofort im Kopf, obwohl das Thema alles andere als leichte Kost ist. 

Löwenflügel wird aus der personellen Sicht der beiden Protagonisten dargestellt, so dass ich einmal in die Rolle des betroffenen Leo schlüpfen konnte, um die Welt mit seinen Augen, seinen Ängsten und seinen Kämpfe erleben durfte, aber ebenso durfte ich aus Mayas Sicht, einen sehr guten Blick auf das Bild werfen, wie die Umwelt Leo sieht und wie er auf andere wirkt.  Es waren so viele emotionale Punkte in dieser Geschichte, dass ich nun nach dem Beenden des Buches noch immer mehr als aufgewühlt bin. 

Die Geschichte war so ergreifend und erschütternd zu gleich, dass ich nicht nur mit den Tränen zu kämpfen hatte, sondern diesen mehr als einmal freien Lauf lassen musste. Maya und Leo waren so wahnsinnig authentisch und symphatisch, dass ich sie schnell in mein Herz schließen konnte. So unterschiedlich sie auch waren, so wunderbar konnten sie aber auch harmonieren. 

Maya und Leo, eine Teenagerliebe, welche so intensiv und so tiefgründig ist, wie ich schon lange keinen Liebesroman mehr lesen durfte, und bei der ich alle Gedankengänge und Handlungen der beiden Jugendlichen nachvollziehen konnte. 

 

Fazit: 

 

Ein Liebesroman zweier Teenager, die unter die Haut geht und keinen Leser unberührt lassen wird. Die Geschichte von Maya und Leo ist so eindrucksvoll und gefühlvoll beschrieben, dass ich seit langem mal wieder richtig mitgehen konnte. Ich litt mit den beiden zusammen, wie ich es schon lange nicht mehr konnte, und am Ende brachen so viele Gefühle über mich herein, dass ich meine Tränen wirklich nicht mehr zurückhalten konnte. Dieses Buch wir mir noch lange in Herz und Kopf bleiben, weil man eine Krankheit, von der soviele Menschen noch nicht mal wissen, dass sie existiert, kennenlernt und versucht zu verstehen, wie ein Leben damit überhaupt möglich sein kann. 

 

Meine Flatterfeen-Bewertung: 

 

 

~Rezension von Alisea~

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