Blood and Chocolate von Annette Curtis Klause

Gedankengut nach dem Buch: 

 

Die große Liebe will sie für sich finden, 

ein Leben lang sich an einen Menschen binden.  

Doch dies ist wahrlich gar nicht erlaubt, 

da sie damit andere ihrer Zukunft beraubt. 

 

Klappentext: 

 

Kannst Du mich lieben, so wie ich bin?

 

Nur bei Mondschein fühlt sich die sechzehnjährige Vivian ganz in ihrem Element. Dann verwandelt sich das schöne und leidenschaftliche Mädchen in einen Wolf und streift gemeinsam mit ihrem Rudel durch die Wälder Marylands. Doch seit dem Tod ihres Vaters ist das Rudel ohne Anführer, und fünf junge Männer, rau und unberechenbar, kämpfen um ihr Herz. Als Vivian sich eines Tages in Aiden, einen Menschen, verliebt, muss sie eine schicksalhafte Entscheidung treffen ...

 

 

Meine Meinung:

 

Eins vorweg, nein ich kannte weder die Geschichte selbst noch den Film dazu.

Trotzdem erhoffte ich mir eine faszinierende Wolfsgeschichte, mit einer schönen evtl. auch dramatischen Liebesgeschichte. Diese Erwartungen wurden nur zum Teil erfüllt.

Ein kleines Buch, eine rebellierende Protagonistin, welche sich in einen Wolf verwandeln kann und dem Ruf der Natur folgen muss, ob sie es will oder nicht. Hört sich eigentlich super spannend an, war es leider für mich nicht. Das lag zum Einen daran, dass das Buch die meiste Zeit damit verbrachte, mir eine Liebesgeschichte erzählen zu wollen, welche ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Klar ist mir bewusst, dass Teenager sich schnell mal verlieben und darüber hinaus auch oft sehr naiv sind, aber trotzdem entwickelt sich aus einer Schwärmerei irgendwann tiefere Gefühle. Hier hatte ich eher den Anschein, dass die Autorin diesen Weg für unnötig hielt, denn ihr reichte es wohl schon aus, dass sich Viv einfach mal in den Kopf setzt sich nun einen Menschen angeln zu wollen, und daraus wächst dann ohne weitere Erklärungen, mal eben eine so intensive und große Liebe, dass sie wirklich ALLES um sich herum aus den Augen verliert. Das fand ich wirklich sehr schade, denn die Geschichte hätte so viel Potential gehabt, die Beziehung zwischen Aiden und Vivian aufkeimen zu lassen, um mich evtl. mitzunehmen auf eine schöne Fahrt voller Emotionen. Da dies eben nicht geschah, langweilte mich dieser Teil dann doch recht schnell und ging mir zeitweise richtig auf die Nerven.

Von der Wolfskultur, ihren Ritualen, ihren Instinkten und ihren Lebensweisen hätte ich gerne mehr erfahren, denn die fand ich ausgesprochen fesselnd, leider wurde ich aber auch hier bitter enttäuscht, denn diese Themen fanden eher nebensächlich statt. Man bekam nur einen sehr oberflächlichen Eindruck in die Wölfe und deren Leben. Es gab gerade im Rudel, für mich, viele faszinierende Charaktere, die ich gerne näher kennengelernt hätte. Doch dies war mir nicht vergönnt, denn sobald es wirklich mal richtig spannend wurde, Kam auch schon das Ende.

 

Es gab dennoch einige unterhaltsame Momente, welche mir ein Schmunzeln ins Gesicht zaubern oder mir hin und wieder Spannung brachten. Diese Phasen im Buch konnte ich auch wirklich genießen, und auch das Ende war wirklich toll gewählt, da man zu Beginn des Buches damit so nicht rechnete. Trotzdem passte es für mich perfekt und konnte der Geschichte so ein rundes und für mich zufriedenstellendes Ende bieten.

Der Schreibstil der Autorin war flüssig und einfach zu lesen, wie es sich für einen Jugendroman gehört, so dass man kaum mitbekam, wie man durch die etwas mehr wie 300 Seiten flog.

Fazit:

 

Ein Jugendroman mit viel ungenutztem Potential, aber mit einer Geschichte, welche wohl Jugendliche sicherlich gut verstehen und nachvollziehen können. Für Erwachsene und anspruchsvolle Leser allerdings eher nicht geeignet, da vieles nur beiläufig erwähnt und nicht weiter ausgeführt wurde, daher blieb die Spannung leider viel zu oft auf der Strecke oder verpuffte zu schnell. Mein Geschmack traf es leider nicht. 


Meine Flatterfeen-Bewertung: 


von 2,5 auf 3 aufgerundet, da ich wohl scheinbar die falsche Zielgruppe war. 

~Rezension von Michelle~

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