Die Schicksalsseherin von Sarah Neumann


Mein Gedankgut zu diesem Buch: 

 

Das Schicksal weißt den Weg in eine neue Zeit,

jedoch gerät diese Tatsache stets in Vergessenheit. 

Immer wollen wir über das Schicksal anderer bestimmen.

Doch Vorsicht, sonst wird bald jemand auf Rache sinnen! 

 

Klappentext:

 

Die Koboldvölker sind in Aufruhr. Durch einen Zwischenfall wird bekannt, dass schon bald die gesamte Glücksproduktion brachliegt und damit die Versorgung der angebundenen Anderswelten.

Wie werden ihre Kriege enden, wie sich Liebende finden, wenn nicht die Kobolde im richtigen Moment das Glück verteilen?

 

Als auch noch ihr heiliger Baum erkrankt und die Brücken brechen, scheint nur Kriegsveteran Donnersteins friedliebende Tochter Myriel das ganze Ausmaß zu erkennen: Jemand verändert ihrer aller Schicksal!

 

Meine Meinung: 

 

Ich durfte eine Geschichte begleiten, welche mich in eine ganz außergewöhnliche Welt entführte. Das Cover ist sehr harmonisch und einladend gewählt worden, bereitet aber so kaum auf den Inhalt vor. Denn so ruhig und entspannt dieses Cover wirkt, ist die Geschichte viel rasanter und abenteuerlicher.  Aber fürs Auge ist dieses Buchkleid definitiv ein Hingucker. 

 

Der Schreibstil der Autorin war angenehm und flüssig zu lesen. Ihre Worte konnten so viele verschiedene Gefühle an mich herantragen, wie es schon lange kein Fantasybuch mehr konnte. Es lag so viel Liebe, Verzweiflung und Hoffnung in ihren Worten, dass ich wirklich in jeder Situation mit den Protagonisten mitfühlen konnte. Was natürlich auch daran lag, dass die Autorin aus dem personellen Blick von Myriel und Seith, im Wechsel schrieb. So bekam man immer auch sehr tiefe Einblicke in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen, aber auch einen weitaus besseren Blick auf die Geschehnisse, welche in der neu erschaffenen Koboldwelt ihren Lauf fanden. 

 

Beide Hauptcharaktere haben unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen und doch gibt es genügend Abschnitte, in denen beide zusammen kommen und der Leser so miterleben darf, wie sich die Bande zwischen Seith und Myriel verändern. 

Besonders gut gefallen hat mir, dass es die Autorin ganz wunderbar verstand, die Grenzen zwischen Visionen und Realität, zu verwischen, so dass man situationsbedingt nicht immer sofort erfassen und differenzieren konnte, was wirklich passiert und was die Vision ist. 

Diese Tatsache verlieh der Geschichte noch mal eine ganz besondere Spannung, wobei es davon noch so viel mehr gab. Abenteuerliche Reisen in verschiedene Welten, schicksalhafte Ereignisse, welche ihren Weg finden mussten, und natürlich noch eine ordentliche Prise dramatischer Vorkommnisse, sind die Zutaten für eine packende, aber auch gefühlvolle Geschichte, in einer Welt, in der das Schicksal und das Glück in die Hände kleiner Kobolde gelegt wurde. 

Eine, für mich, sehr faszinierende Interpretation war auch, wie das Glück, welches in jedem Kobold  innewohnt, mit „der Lebensenergie“ verwoben wurde, um so Hoffnung und Verzweiflung miteinander zu verknüpfen, und den Leser immer wieder zwischen diesen zwei Gefühlen hin und her wandeln zu lassen. 

Es war eine fantastische Fahrt, in ein Reich voller Geheimnisse, Abenteuer und Rätsel, in der aber auch das Herz nie zu kurz kam. 

 

Allerdings hatte das Buch für mich auch ein paar Schwachstellen. Eine davon war, für mich, wohl die Endphase vom Buch. Das Ende der Geschichte ist eigentlich nicht zu beklagen, da es wirklich gut passt, aber leider lies es mich trotzdem etwas unbefriedigt zurück. Viele bei mir aufkommende Fragen, blieben leider unbeantwortet. Die Lösungen verschiedenen Probleme werden mir zu simpel durch eine einzelne Antwort abgehandelt, und so bleibe ich auch nach Beenden der Geschichte mit zu viel Gedankengut zurück. 

Nach all den spannenden und detaillierten Ausführungen und Ausflügen, kam bei mir am Ende überraschender Weise als erstes die Frage auf: „Wie ? Das war nun alles? Das ist die Antwort und die Rechtfertigung für das was wir zusammen erlebt haben?“ 

Hier hätte ich mir von der Autorin gewünscht, sich etwas mehr Zeit für das Ende zu nehmen um der Geschichte wirklich gerecht zu werden. Es gibt sicherlich noch die ein oder andere Sache, die man hätte genauer erörtern können. 

 

Fazit: 

 

Eine packende und spannende Fantasygeschichte, welche mich wirklich fesseln und begeistern konnte. Eine sehr süße und nette Grundidee in der Kobolde mal den Platz der süßen Fee streitig machen. Liebevolle Charaktere, romantische Momente, abenteuerliche Reisen und schicksalhafte Wendungen boten mir viel Abwechlung, Unterhaltung und einiges an Emotionen.  Grund zur Kritik von meiner Seite gab es in erster Linie, für ein zu schnell abgehandeltes Ende, welches mich mit unbeantwortete Fragen und kleinere ungeklärte Nebensächlichkeiten zurück lies. Das fand ich persönlich sehr schade, aber es tat dem Lesegenuss aber keinen all zu großen Abbruch.

Vielen Dank an Sarah Neumann für diesen tollen Ausflug zu den Kobolden und einer Welt, in der das Schicksal noch die Welten formt. 

Meine Flatterfeen-Bewertung: 

 


~
Rezension von Alisea/Michelle~

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0