Verfluchtes Blut (Skylar - Band 1) von Samy Hale

"Jedoch war er nicht der Einzige, dessen Schrei ertönte." - Zitat aus dem Buch

Vorab möchte ich betonen, dass es in diesem Buch sehr viele erotische, detailreich beschriebene Szenen gibt! Wer so etwas nicht mag, sollte das Buch nicht lesen!

Inhalt (Von mir zusammengefasst):
Skylar Coleman ist ein ganz normaler Mensch. Zumindest hat sie das ihr Leben lang geglaubt. Jäh wird das wichtigste Ereignis in ihrer beruflichen Laufbahn auf schreckliche Art und Weise unterbrochen. Sie wird entführt und erfährt, dass ihr gesamtes Leben eine Lüge war. Schnell soll sie sich in dieser neuen Welt zurechtfinden, damit sie die Pläne ihrer bösen Mutter durchkreuzen kann. Abgelenkt wird sie durch den attraktiven Koen, der ihre Gefühlswelt gehörig durcheinander wirbelt.

Zum Cover:
Die Motive für das Cover wurden gut gewählt, sie sind stimmig und passen zum Buch. Am besten gefällt mir das Pentagramm hinter der Schrift. Ein Blickfang sind außerdem auch die blauen Augen, welche sofort herausstechen.

Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit einem Traum, welcher uns ein wichtiges Ereignis zeigt. Danach lernen wir Skylar und ihr äußerst langweiliges Leben kennen. Nach einiger Zeit passieren grausame Dinge, die ihr Leben komplett auf den Kopf stellen. Sie ist nun in ständiger Gefahr und muss so einiges über sich ergehen lassen. Schnell muss sie erkennen wer Freund und wer Feind ist. Gefühlsmäßig geht sie durch Höhen und Tiefen.

Zugegebenermaßer war ich von der ersten Seite an von der Hauptprotagonistin Skylar genervt. Sie wirkt unglaublich naiv, unreif und von ihren Hormonen gesteuert. Man merkt kaum, dass sie eine erwachsene Frau ist und keine Jugendliche. Je mehr ich von ihr las, desto weniger mochte ich sie. Besonders geärgert hat mich ihr unreifes Denken und dass sie eigentlich durchgehend an den "heißen" Typen denkt. Sie denkt zu wenig über alles was sie erfährt nach und nimmt es zum Teil ohne große Reaktion hin. Auch fragt sie mir gewissen Dinge zu spät oder gar nicht nach. Weiters hinterfragt sie so manches kaum und tut auch noch alles was man ihr sagt. Ich habe eigentlich eine Protagonistin erwartet, die sich mit der Zeit weiterentwickelt und stark wird. Meine Erwartung wurde enttäuscht. In Skylar gibt es eine "Stimme", auch sie hat mich mit jedem Kapitel mehr genervt. Obwohl am Ende geklärt wird, warum diese "Stimme" vorhanden ist, hat sich meine Meinung nicht geändert.

Das komplette Buch ist in der ICH-Form geschrieben. Es gibt Perspektivenwechsel zu anderen Personen. Leider wurde nicht überall dazu geschrieben bei wem wir uns befinden, sodass man erst einige Sätze oder Seiten lesen muss, damit man merkt aus welcher Sicht man liest. Erst bei den letzten Kapiteln findet man diese Information in den Kapitelüberschriften.

Große Probleme bereitete mir der Schreibstil der Autorin. Sie beschreibt alltägliche Dinge im Buch viel zu ausschweifend. Die Protagonisten denken in den falschen Momenten an andere Dinge, die überhaupt nicht in die Situation passen. Außerdem sind ihre Sätze sehr verschachtelt, einige musste ich mehrmals lesen um zu verstehen was die Autorin mir damit sagen möchte. Immer wieder gibt es Grammatik- oder Sinnfehler, die doch sehr auffallen.

Es dauert relativ lange bis die Geschichte richtig weitergeht, zum Teil waren die Szenen sehr langatmig. In der ersten Hälfte geht es nur schleppend voran. Für mich zog sich die Geschichte viel zu sehr in die Länge. Leider kam auch kaum Spannung auf. Ich hatte das Gefühl, dass viele Szenen unnötig sind oder einfach zu lange dauerten. Erst im letzten Drittel änderte sich das Ganze! Endlich baute sich Spannung auf. Es gab überraschende und unerwartete Wendungen. Auch Skylar entwickelt sich, zu meiner Erleichterung weiter und wächst durch die Liebe über sich hinaus.

Das große Finale hat mir richtig gut gefallen, die Gefühle von Skylar waren zum Greifen nah. Es hat mich gefreut, dass es ein Happy End gab (wenn gleich auch nicht von allen das Schicksal geklärt wurde). Besonders gut fand ich die Szenen mit der "bösen Dämonin". (Ich nenne sie so, damit ich nicht spoilere.) Jene waren grandios geschrieben, die gespaltene Persönlichkeit wurde sehr gut dargestellt!

Im Buch sind außerdem sehr viele erotische und überaus detailreich beschriebene Szenen enthalten. Leider war das vor dem Lesen des Buches nicht erkennbar. Ich habe nichts gegen Erotik in Büchern, ich lese sowas eigentlich sehr gerne. In diesem Fall kam die Erotik leider andauernd und ständig vor. Während der für mich unpassendsten Momenten knisterte es zwischen den Protagonisten oder sie hatten Sex miteinander. Dadurch wurde die Geschichte immer wieder unterbrochen und der rote Faden wäre beinahe verloren gegangen. Die erotischen Szenen selbst wurden sehr realistisch und intensiv beschrieben. Die Gefühle der Protagonisten waren in diesen Momenten stark zu spüren.

Begeistert hingegen war ich von der Welt der Dämonen, Hexer und anderen Gestalten. Man merkt, dass sich die Autorin hier sehr viele Gedanken gemacht hat. Die Wesen wurden intensiv ausgearbeitet und gut beschrieben, sodass ich mich sehr leicht in ihrer Welt zurecht fand. Die verschiedenen Wesen, die Zauber und alles was damit zu tun hatte, faszinierte mich sehr. Die Autorin hat die Fantasy Elemente mit der wirklichen Welt wunderbar kombiniert.

Mein Fazit:
Die Idee zur Geschichte ist wunderbar, leider wurde das Ganze nicht ausreichend umgesetzt. Es gibt noch sehr viele Schwächen, die bei der Fortsetzung hoffentlich ausgemerzt werden.

 

Aufgrund all dieser Punkte vergebe ich 3 von 5 möglichen Flatterfeen

 

-Rezension von Vik-

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