Tochter der Träume - Land im Schatten von Marie Weißdorn


„Wie aus weiter Ferne drang ein grollendes Lachen an ihre Ohren. Dann gab ihr Körper auf und sie fiel in einen tiefen Schlaf!“ - Zitat aus dem Buch

 

Inhalt (Von mir zusammengefasst):
Vor vielen Jahren haben sich die Götter von Mirandor abgewandt, seither wird das Land von einem grausamen und habgierigen König beherrscht. Er unterdrückt das Volk und lässt sie glauben, dass er ein gutmütiger König ist und alles zu ihrer Sicherheit dient. Jedes Jahr wählen die Götter besondere Kinder aus, die dem Volk anstatt der Götter bestehen sollen. Der König nimmt diese jedes Fall gefangen um seine Macht sichern zu können. Am Tag der Auswahl spürt Leyna, dass sie das Gotteskind der Herbstgöttin ist. Allerdings bleibt ihr Mahl verborgen, sie kann fliehen. Schon nach kurzer Zeit gerät sie in Lebensgefahr und wird von einem mysteriösen Fremden gerettet. Fortan begleitet sie dieser auf ihrer gefährlichen Reise. Leyna muss ihre Magie entdecken und lernen diese zu beherrschen, außerdem muss sie den Glauben an sich selbst finden. Denn eines ist vollkommen klar: Der Weg vor ihr ist steinig und birgt viele Gefahren, er wird ihr körperlich und seelisch einiges abverlangen.

 

Zum Cover:
Das Cover hat mich schon damals, als es auf Facebook gepostet wurde, total verzaubert!
Die vier Jahrzeiten harmonieren perfekt, die Übergänge zu einander sind gut gelungen. Die goldene Schrift wurde gut gewählt, da diese zum Herbst passt, der in diesem Band eine besondere Rolle spielt. Der Traumschein, der die Worte zusätzlich hervorhebt, gefällt mir ebenso. Besonders freut es mich, dass kein Gesicht bei der jungen Frau zu sehen ist, so hat der Leser die Möglichkeit seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Zum Inhalt:

Tochter der Träume - Land im Schatten ist der Debütroman von Marie Weißdorn. Außerdem ist er der Auftakt zu einer neuen Trilogie.

Schon der Prolog bietet einem einen besonderen Einblick in die Sicht der Geschichte. Es ist die einzige Szene in derer man aus der Sicht der Götter liest. Die Geschichte liest man hauptsächlich aus Leynas Sicht, hin und wieder wechselt man zu Sivan.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und locker, sodass das Buch gut zu lesen war. Der Plot und die Umsetzung sind absolut fesselnd. Je mehr Seiten ich gelesen habe umso weniger konnte ich das Buch weglegen. Die Hälfte des Buches (knapp 200 Seiten) habe ich an einem einzigen Tag gelesen. Die Autorin hat mich mit ihrer Geschichte wortwörtlich in den Bann gezogen, die Magie hat mich überwältig. Gekonnt hat sie Spannung aufgebaut, jedes Ereignis war gut durchdacht, sodass bei mir niemals Langweile aufkam. Die Magie, die in dieser Welt eine große Rolle spielt, wurde perfekt in Szene gesetzt. Dadurch konnte ich mir die Anwendung und den Fluss der Magie gut vorstellen.

Die Welt von Mirandor hat die Autorin ebenso gut dargestellt. Ich habe mich sofort zu Recht gefunden. Jedes Tier, jede Person und die gesamte Umgebung wurden detailliert beschrieben, sodass in meinem Kopf ein richtiges Bild entstanden ist.
Ein kleines Problem, welches ich hatte, hängt mit den Gefühlen von Leyna zusammen. Leider kann ich darauf nicht eingehen, sonst würde ich nämlich gravierend spoilern.

Während des Lesens tauchen unglaublich viele Fragen auf, einige davon werden im Laufe der Geschichte beantwortet. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Vermutungen bzw. Spekulationen über diese verschiedenen Fragen zu machen. Manche davon waren richtig, das hat mich sehr gefreut. Leider sind am Ende unzählige Fragen offen geblieben, beinahe zu viele. Im zweiten Band müssen unbedingt einige davon beantwortet werden.

Immer wieder gab es in der Geschichte unerwartete Wendungen, welche die Spannung noch mehr nach oben trieben.

Das Buch ist nicht abgeschlossen und doch ist ein Handlungsstrang zu Ende. Durch den Epilog gibt es einen kleinen Cliffhanger über den man unbedingt mehr erfahren möchte und der Fortsetzung entgegen fiebert.

Die Protagonisten:
Leyna
ist am Anfang noch ein junges Mädchen, die noch keine Ahnung von der Welt hat. Jedoch plagen sie große Zweifel gegenüber dem König. Im Laufe der Geschichte lernt sie, dass nichts so ist wie es scheint. Außerdem muss sie einige schlimme Dinge verkraften und muss zu sich selbst finden. Die Liebe zu ihrer Familie habe ich besonders gespürt, auch das Bedürfnis das Richtige zu tun, die Angst zu versagen und ihr Mitgefühl sind sehr stark ausgeprägt.

Sivan ist von Beginn an still und geheimnisvoll, er redet ungern und möchte am liebsten nicht gestört werden. Trotzdem war er mir sofort sympathisch und ich mochte ihn. Er kann unglaublich gut kämpfen und tut alles, damit niemand herausfindet warum und wer er ist. Auch er verändert sich im Laufe der Geschichte stark und muss sich seinen inneren Dämonen stellen, jener „Kampf“ wird aber ist diesem Band nicht entschieden.

Urs ist ein quirliges, kleines Kerlchen, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe, obwohl er hin und wieder sehr nervig sein kann. Tarin ist ein freundlicher junger Mann, er hat ein großes Wissen und liebt es andere Geschichte darüber zu erzählen. Er wirkt unscheinbar und immer fröhlich, allerdings ist er mehr als das. Lodon war mir von Anfang an unsympathisch, dies hat sich auch im Laufe der Geschichte nicht geändert. Ich konnte seine Beweggründe einfach nicht verstehen. Ich glaube, dass sich das auch in der Fortsetzung nicht ändern wird.

Natürlich gibt es noch weitere Protagonisten, auf diese gehe ich absichtlich nicht ein, damit ich nicht spoilere. (Hoffentlich haben die Beschreibungen nicht gespoilert.)

Mein Fazit:
Das Buch ist ein absolut gelungener Auftaktroman zu einer neuen Trilogie. Außerdem ein wahrlich gelungenes Debüt! Es gibt so gut wie nichts zu kritisieren. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung und werde den Werdegang der Autorin auf jeden Fall weiter beobachten!


 

Aufgrund der kleinen Kritikpunkte, die ich angemerkt habe, würde ich 4,5 Flatterfeen vergeben. Da es aber nicht möglich ist, habe ich beschlossen auf 5 Flatterfeen aufzurunden.

 

-Rezension von Vik-

 

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