Zweite Chance für die Liebe von Emma S. Rose


Klappentext:

 

Stell dir vor, du begegnest einem Menschen, der dir vor Jahren sehr wehgetan hat. Du bemerkst, dass er sich geändert hat. Kannst du ihm verzeihen?

 

Becca hat sich ein ruhiges Leben aufgebaut. Lange Zeit musste sie erleben, wie grausam Mitmenschen sein können, doch das ist vorbei. 

Denkt sie zumindest. 

Eines Tages steht Martin vor ihr – er hat sie in der Schule zusammen mit den anderen Jugendlichen gemobbt. Nun erkennt er sie nicht und zeigt Interesse an ihr. 

Becca weiß nicht, was sie tun soll. Er löst lange vergessene Unsicherheiten in ihr aus, gleichzeitig scheint er sich jedoch sehr verändert zu haben. 

Soll sie ihn an sich heranlassen? Oder wird sie sich gar für all das Leid rächen? 

 

Meine Meinung: 

 

Ich bin auf das Buch per Zufall gestoßen und dachte mir einfach och nimms halt einfach mal mit, der Klappentext klingt ja nicht schlecht. 

Das Cover ist eher schlicht gehalten und doch faszinierte es mich, weil sich die Personen scheinbar an einem Abgrund bzw. einer Schlucht spiegeln. 

 

In die Geschichte bin ich sehr gut und schnell reingekommen, was nicht zuletzt an dem Schreibstil der Autorin lag, der sehr flüssig und schnell zu lesen war. Geschrieben wurde das ganze aus der personellen Erzählperspektive, so dass man die Geschichte von mehreren Personen her beleuchtet bekam. Hauptsicht lag natürlich in der Hauptperson Becca, um die es sich ja auch in diesem Buch geht. Sie war mir anfangs sehr symphatisch und ich konnte mich schnell in sie und ihr Leben hineinversetzen.  Dies änderte sich auch lange Zeit nicht und doch gab es irgendwann einen Punkt in dem Buch, an dem ich einfach nur durch die Seiten schlupfen wollte um sie einmal schütteln zu können. Es gab so ein oder zwei Punkte an ihren charakterlichen Eigenschaften, die ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, wie z.B. ihre Haltung ihrer Mutter gegenüber. Das tat aber meinem Lesevergnügen nichts ab, denn jeder Mensch und auch jeder Protagonist ist nun einmal anders und reagiert eben auch anders. 

 

Die Geschichte zeigt uns die Gegenwart in der Becca lebt, wird aber durch einige Rückblicke in ihre Vergangenheit aufgepeppt. So konnte ich als Leser natürlich einen tiefen Einblick in das emotionale Innere von Becca sehen und oft auch mit ihr mitfühlen. Jeder Mensch hat es sicherlich selbst schon mal erlebt, das Gefühl irgendwie anders zu sein, nicht in das Raster zu passen. Doch nur die Wenigsten haben eine Ahnung, wie es einem Menschen wohl ergehen muss, der dieses Gefühl schon im jungen Alter als Alltag erleben muss. Beccas Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen und war sehr spannend und emotional beschrieben. Ich konnte ihre Ängste, Sorgen und auch ihre Nervosität verstehen und miterleben. 

Es gab schon nach wenigen Absätzen den ersten Spannungsmoment, welcher sich durch fast das ganze Buch als Spannungsbogen zog. War eine Situation aufgelöst, gab es doch immer wieder die selbe Frage in meinem Kopf, wann findet dieses Drama endlich ein Ende? 

Im Laufe des Buches baute sich bei mir eine fast unerträgliche Spannung auf, dass es fast schon zuviel war. Immer wieder war ich dazu geneigt zum Ende zu springen um zu erfahren, wie sich das Ganze entwickelt. Ich habs dann aber doch gelassen. :) 

 

Und nun kommen wir aber dann mit dem Stichwort Ende auch schon zu meiner Kritik, so schön die Geschichte und die Idee war, genauso kalt hat mich das Ende dann erwischt. Für diese große Spannung, die wirklich sehr lange ausgereizt wurde, kam das Ende dann eher knall auf Fall. Einige Fragen blieben für mich noch offen, wie z.B. : Was hat es mit der letzten SMS auf sich? Bzw. Wieso wurde sie überhaupt erwähnt wenn man nicht mehr weiter darauf eingehen wollte? Lisa (die Cheffin von Becca) hatte in dem Buch eine sehr herausstechende Nebenrolle und war immer sehr präsent wenn es die Geschichte zu gelassen hatte, aber wieso gab es dann am Ende von ihr keine Reaktion mehr auf die Ereignisse? Ich fand es wirklich sehr Schade, dass das Ende von dem Buch nach so viel Spannung so kurz abgehandelt wurde und keine Zeit mehr blieb für die liebevollen Details, welche die Autorin zuvor immer so schön plaziert hatte. 

Fazit:

 

 

Ein bewegender Liebesroman, mit einem sehr wunden Grundthema. Es gibt trotz der Schwächen von mir eine klare Leseempfehlung, denn ich finde es wichtig und richtig, dass das Thema Mobbing mehr Aufmerksamkeit bekommt. Manche würden sagen, das mag ja alles sein, aber muss es ausgerechnet in einem Liebesroman sein? Ich finde JA! Warum soll man immer nur die üblichen Themen verarbeiten in einem Liebesdrama, warum nicht auch mal ein untypisches Thema. Die Autorin hat dieses Thema hier sehr toll umgesetzt und es passt super in die Geschichte. Meine Kritik sollte niemanden davon abhalten es zu lesen, ich würde es jeder Zeit wieder holen und lesen, auch wenn es nicht das Lesehighlight für mich war und seine Schwächen hatte. Doch die Grundidee und das Thema hat bei mir eingeschlagen wie eine Bombe!

 

Meine Flatterfeen-Bewertung: 

 

 

Da für mich das Ende natürlich eine sehr wichtige Rolle spielt in einem Buch kann ich an dieser Stelle leider keine volle Punktzahl vergeben, ich schwanke stark zwischen 3 bis 4 Flatterfeen und würde am liebsten 3,5 vergeben, weil mich das Ende wirklich ärgert. Aber da das nicht geht und ich ungern schlechter bewerten will werden es daher dann doch 4 Flatterfeen. 

~Rezension von Alisea~

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