Irrlichter von Pia Hepke

Klappentext: 

 

 

Irrlichter Was sind eigentlich Irrlichter? Sie bezeichnen ein Phänomen seltsamer Lichter, die zumeist im Moor oder auf Friedhöfen beobachtet werden. Doch was wäre, wenn sich hinter diesem Phänomen mehr verbirgt? Was wäre, wenn diese Lichter in Wahrheit verstorbene Seelen sind? Wenn sie zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten mit ihrem Licht verhindern, dass verlorene Seelen aus dem Jenseits ins Diesseits wechseln? Normalerweise bekommen die Menschen davon nichts mit. Nicole jedoch kommt hinter das Geheimnis, als sie eines Nachts dem Irrlicht Wrin in seiner menschlichen Gestalt auf dem Friedhof begegnet und gerät dadurch mitten hinein in den Kampf zwischen Licht und Schatten.

 

Meine Meinung: 

 

Covergestaltung: Das Cover ist wunderschön und stimmig zur Geschichte gestalten worden und das was für mich ein Eyecatcher darstellt. Es strahlt eine gewisse Ruhe und leichte Romantik aus, und wird natürlich, da es den Friedhof und seine umliegende Landschaft bei Nacht zeigt, in verschiedenen Blautönen gehalten. Allein schon das zog mich magisch an denn ich liebe Blautöne. <3

Der Friedhof wird durch kleine Lichteffekte versetzt, welche man ohne Zweifel als Glühwürmchen bzw. in diesem Fall als Irrlichter erkennen und somit eine direkte Verbindung zum Buchtitel herstellen kann.  Für mich ohne Frage ein wirklich gelungenes Cover. 

 

Schreibstil: Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, lässt sich flüssig und schnell lesen, so dass auch jeder Jugendliche ohne große Probleme schnell durch das Buch fliegen kann. 

Jedoch ist mir auch einiges negativ aufgefallen, so hatte ich öfter das Gefühl, dass der Autorin oft die Ideen ausgegangen sind, bestimmte Situationen authentisch darzustellen. Ihre Wortwahl war wenig raffiniert, so dass es bei der Variation der Sprache an einigen Stellen zu Wiederholungen kam und die Geschichte daher sehr oberflächlich und trotz der Kürze des Werkes eher langweilig wirkte. 

 

Inhalt und Charaktere: Die Grundidee des Buches hat mir eigentlich gut gefallen, es war was anderes und irgendwie auch wirklich neu für mich, aber leider war die Umsetzung nicht ganz so das was ich mir erhofft oder erwartet habe. Neben den Schwächen der Wortwahl und Sprachgestaltung, kam für mich vor allem dazu, dass es der Geschichte bis zur Hälfte des Buches einfach an Spannung und Charme fehlte. 

 

Die Protagonistin Nicole hatte durchaus ihre Stärken, z.B. flotte Zunge, duchhaltende Neugierde und stellenweise richtige Hartnäckigkeit, aber ansonsten war sie für meinen Geschmack zu langweilig. Obwohl das Buch in der personellen Erzählform aus der Sicht der Nicole geschrieben wurde, hatte ich als Leser nicht das Gefühl, die Person wirklich zu kennen oder gar mit ihr zu verschmelzen. Die Entwicklung ihrer Gedanken und Gefühle kamen nicht wirklich in Fahrt und verliefen sich oft sehr undurchsichtig, so dass man nicht wirklich nachempfinden konnte wie sich die Gedanken oder Gefühle entwickelt haben. 

 

Wrin hingegen hat mir sehr gut gefallen, zumindest die meiste Zeit, er hatte ein paar mehr Facetten zu bieten, was den Leser durchaus unterhalten konnte, aber auch hier hatte ich nicht das Gefühl eine Verbindung zum Protagonisten im Bezug auf sein Denken und Fühlen aufbauen zu können. 

Es entwickelt sich einfach zu schnell alles, ohne dass der Leser wirklich folgen könnte. 

 

Die Geschichte umfasst gerade mal 140 Seiten, in denen jedoch sehr viel banale Situationen dargestellt wurden, welche nicht wirklich zur Handlung beitragen konnten. Diesen Raum hätte man durchaus besser nutzen können, um die Verbindung zwischen Wrin und Nicole emotionaler darzustellen. 

Im Letzten 1/3 des Buches schaffte es die Autorin, dann aber doch durch die Ereignisse einen kleinen fesselnden Teil zu schaffen, in dem der Leser wirklich auch mal mitzittern konnte. Diesem Spannungsmoment ist es auch zu verdanken, dass meine Meinung zum Buch etwas gehoben wurde. 

Mit wenig Worten gelang es sogar am Ende eine gewisse Tiefe in die Bindung von Wrin und Nicole zu legen um den von der Autorin gewünschte Effekt an den Leser heranzubringen. 

 

Fazit: 

 

Alles in allem eine nette Idee, aber leider in meinen Augen eine sehr schwache Umsetzung, alles wirkt sehr oberflächlich und mit wenig Tiefe. Irrlichter wurden gut durchdacht und auch wirklich toll umgesetzt, wohingegen die Protagonisten mich wenig begeistern konnten. Das Ende hat mehr zu bieten als die Geschichte an sich, aber es reicht einfach nicht um mich zu begeistern. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass dieser Roman evtl. eher den Altersbereich zwischen 10 bis 14 Jahren erreichen sollte??? Ich kanns nicht mit Gewissheit sagen, nur sollte es so sein, bin ich wohl einfach schon zu alt gewesen ;-)

 

Leider so gar nicht meine Geschichte, aber ich rechne die Idee und die Ausarbeitung der Autorin wirklich gut an daher bekommt dieses Werk eine Wertung von 2,5 natürlich in Sterne Wertung 3  

  



~Rezension von Alisea~

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