Herz verloren, Glück gefunden von Christiane von Laffert

Inhalt:

Victorias Leben dreht sich um Kindererziehung und den Haushalt. Nebenbei führt sie eine unglückliche Ehe. Was kann ihr besserer passieren, als mit ihrer Freundin Emily auf einen Kurztrip in ein angesagtes Ski-Gebiet zu fahren und sie bei ihren Recherchen für ihren Job als High – Society Reporterin zu unterstützen. Um die Abwechslung für Vicci perfekt zu machen, soll sie unter einem Pseudonym einchecken. Sie soll eine unabhängige und erfolgreiche PR-Agentin abgeben. Doch wie es das Schicksal so will, geht dabei so einiges schief und doch trifft sie ihren Traummann.
Wie wird es für Vicci weitergehen? Was wird aus ihrer Ehe und wird sie ihrem Traummann alles beichten?

Cover:

Das Cover besticht durch Einfachheit und Schlichtheit. Es hat für mich ein bisschen „Retro Flair“ und ich liebe die Bildchen, die wie selbstgemalt wirken. Es verleiht dem Buch Charme und einen gewissen Witz, den man auch beim Lesen des Buches immer wieder findet. Das Cover ist daher in meinen Augen perfekt auf den Inhalt der Geschichte abgestimmt und zeigt, auf was sich der Leser freuen kann.

 

Protagonisten:

Generell muss man hier Christiane von Laffert ein großes Lob aussprechen. Sie hat es geschafft in ihrem Buch eine Vielzahl von Charakteren unterzubringen, die authentisch und wie aus dem Leben gegriffen sind. Jeder Charakter hat eine Eigenschaft an sich, die man entweder mit sich selber oder mit jemandem im Verwandten-/Bekanntenkreis in Verbindung bringen kann. Da gibt es die Vorstadtmuttis, die tratschen und deren Kind natürlich das Beste von allen ist; den grummeligen älteren Nachbar; die Freundin die Single und kinderlos ist; sowie einige Andere und unsere Hauptprotagonistin Victoria, meist Vicci genannt. Sie ist tollpatschig, findet jedes Fettnäpfchen und viel Selbstbewusstsein hat sie auch nicht. Dazu noch einen Ehemann, der außer an ihr rummeckern nichts kann. Ich habe sie von Anfang an ins Herz geschlossen, weil sie einfach „echt“ wirkt und ich mich in dem ein oder anderen Punkt mit ihr identifizieren konnte, wie auch mit anderen Charakteren.

Meinung:

Ich habe das Buch bei einer Leserunde von Lovelybooks gewonnen und war schon nach den ersten Seiten von Christiane von Lafferts Schreibstil begeistert. Sie verzichtet auf zu viele Schnörkeleien und schreibt einfach und flüssig. Wenn man das Buch liest hat man eher das Gefühl, dass man über die Seiten fliegt. Gleichzeitig schafft sie aber eine so vertraute Atmosphäre zu schaffen, dass man immer wieder an den Punkt kommt, in dem man denkt „ja das kenne ich“.
Das Buch besticht für mich durch den „Alltags Charme, die richtige Portion Humor, durch das eine oder andere Klischees und anderen „Offenbarungen“. Ich habe mit Vicci gelacht, geweint und manchmal wollte ich sie einfach nur nehmen, sie schütteln und fragen, ob sie überhaupt merkt was gerade passiert. Besonders gefallen hat mir die Entwicklung unserer Protagonistin. Mit dieser Entwicklung hat die Autorin einige Nebengeschichtsstränge verknüpft, die aber die Hauptstory nicht in den Hintergrund gedrängt haben, sondern eher unterstützt.

Christiane von Laffert zeigt uns, wie wichtig es ist Freunde und Familie zu haben, die zu einem stehen. Es auch nicht schlimm ist, nicht perfekt zu sein und dass man sich, egal in welchem Alter man ist, immer noch weiterentwickeln und verändern kann, wenn man den Mut dazu aufbringt.

Folgender Satz ist mir besonders im Kopf geblieben und diesen möchte ich mit euch teilen:
„Das Band, das die wahre Familie verbindet, ist keines aus Blut, sondern eines aus Liebe.“

Fazit:

Der Debütroman von Christiane von Laffert ist mehr als gelungen. Wer Bücher mag, die „Mitten aus dem Leben“ kommen, hin und wieder Klischees aufgreifen und eine Portion Liebe liebt, kann meiner Meinung nach nicht an diesem Buch vorbeigehen ohne es zu lesen.

Das Buch bekommt von mir



5 Flatterfeen und eine klare Leseempfehlung.

(c) Freya

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0