Glacies-Gefangen im Eispalast von Sarah Stankewitz


Klappentext: 

 

*Ein Roman zum Träumen, Lieben, Weinen und Lachen* Ein Mädchen. Ein Thron. Zwei Prinzen. Eine alte Fehde zwischen den Königreichen Glacies und Perion sorgte dafür, dass die Götter in den bitteren Krieg eingreifen mussten. Seither ist in Glacies der ewige Winter eingekehrt, während Perion vom Feuer verschluckt wird. Als die Königin von Glacies sterbenskrank wird, muss eine neue Regierung an die Macht: Zur Wahl stehen die beiden Zwillingssöhne Alexander und Damian. Doch fehlt ihnen noch die Königin an ihrer Seite. Stella soll sich an einen der Prinzen binden und ihr Königreich retten. Aber was passiert, wenn sie sich ausgerechnet in den Prinzen verliebt, der den Thron zutiefst verabscheut?

 

 

Meine Meinung: 

 

 

Das Cover: Ein Eyecatcher ohne Frage <3 ich habe es gesehen und mich verliebt. Nicht nur weil es zur Geschichte passt, sondern auch weil es einfach in der Darstellung so schön stimmig und harmonisch wirkt. Genau so stellt man sich einfach das Königreich von Glacies vor. 

 

Der Schreibstil war für mich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Man kam schnell voran ohne groß darüber nachdenken zu müssen. Die Wortwahl ist eigentlich sehr einfach gehalten, so dass dieses Buch super ab dem Teenageralter zu lesen ist und daher ein tolles Jugendbuch darstellt. 

 

Die Grundidee zum Inhalt fand ich sehr schön schon im Klappentext und es war auch wirklich nett zu lesen, aber ich muss leider gestehen, dass ich trotzdem ein paar Kritikpunkte hatte, die mir persönlich nicht so gefallen haben. 

 

Die Reise in das Land von Glacies war sehr gelungen, man konnte sich dank dem bildhaften Schreibstil das Königreich im Buch toll vorstellen. Die Eislandschaft und auch der Wald haben sich ohne viel nachzudenken in meinem Kopf erschaffen. 

Bei den Charakteren ist das etwas anders. Einige sind wirklich schön und detailliert dargestellt, ohne dass es zuviel wirkt. Bei anderen, hatte ich das Gefühl sie seien unvollständig, wie beispielsweise der König oder auch Elena. Die Beiden tauchen immer wieder auf, aber wirkten irgendwie wie kleine Buchgespenster. 

Die zwei Prinzen waren super beschrieben und auch das Charakterbild war in sich sehr schlüssig und sie waren für mich sehr authentisch und ausreichend detailliert beschrieben, so dass ich sie in mein Herz schließen konnte. Beide hatten ihre Stärken und auch Schwächen, die zu bestimmten Zeiten im Buch auch dominierten konnten. 

 

Stella hingegen war für mich eine Wunderperson des Buches, und das meine ich nicht unbedingt positiv. Was ich wirklich von ihr halten soll, weiss ich leider noch immer nicht. Sie wirkt stellenweise sehr rebellisch und impulsiv, aber dann gab es Zeitpunkte, in denen man das Gefühl hatte, es wurde an einem Knopf gedreht und schwupps war sie auf einer anderen Welle unterwegs. Was ich damit sagen will, ist, dass sie irgendwie nie eine Konstante war, und mir oft wie ein Fähnchen im Wind erschien. Sie gewöhnte sich sehr schnell an Dinge, die sie eigentlich vorher wehement abgelehnt hatte. Das führte bei mir dazu, dass sie einfach nicht wirklich glaubwürdig auf mich wirkte und ich oft nicht ganz mit ihr warm wurde, aber dann gab es auch wieder Zeiten, in denen sie echt überraschen konnte und mit ihrer herzlichen und positiven Art mich für sich einnahm.

 

Zum Verlauf der Geschichte versuch ich mich nun kurz zu fassen. Es war eine schöne und nette Geschichte mit märchenhaften Zügen, aber ich muss sagen, die Handlung erinnerte mich stellenweise arg an die Selection Bücher. Klar Dystopien ähneln sich oft und auch im Fantasybereich an sich ähneln sich die Bücher und Handlungen immer mal wieder, aber hier fand ich es dennoch auffälliger als bei anderen Büchern und doch hatte es irgendwie seine eigene Handschrift ,  so dass man nicht das Gefühl hatte die selbe Geschichte zu lesen. Allerdings fehlte mir so ab der Mitte des Buches ein wenig die Spannung, Elena war mir einfach zu friedlich und auch später hat sie recht schnell ihre Haltung und ihr Ziel aufgegeben, was ich sehr schade fand, etwas mehr Kampfgeist hätte ihr bestimmt gestanden. 

Ein weiterer Kritikpunkt war für mich, dass ich so fast gar nix aus Perion erfahren habe, es bleiben so viele Fragen einfach offen. Was lässt den Herrscher so ausdauernd kämpfen, was treibt ihn an? Trotz des Fluches und der ewigen Einbußen, das kam leider viel zu kurz… auch hätte ich an sich gerne etwas mehr von dem Feuerland erfahren.. wie siehts da aus .. wie geht es den Menschen dort ? Haben sie ähnliche Sorgen und Wünsche? Dafür dass Perion eigentlich eine doch eher tiefe Bedeutung in Stellas Leben hat, war mir das zu wenig. 

 

Trotz meiner Kritik fand ich das Buch schön zu lesen und es hatte auf jeden Fall einige sehr emotionale Stellen, welche mir auch hier und da wirklich ein Tränchen abverlangt haben. 

Das habe ich wahnsinnig doll genossen. 

 

Fazit: 

 

Wer dystopische Märchen mit viel Lovestory liebt, ist hier auf jeden Fall richtig. Wundervolle Prinzen, fantastische Wesen und eine sehr herausstechende Liebesgeschichte entführen den Leser in die Eislandschaft von Glacies. Für alle die gerne Liebesgeschichten lesen und auch ein Herz für Fantasy haben sind hier auf jeden Fall richtig. 


Meine Flatterfeen-Bewertung: 

 

 

~Rezension von Alisea~

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