Saymon's Silence von Jennifer Alice Jager

Inhalt:
Saymon ist kein Mensch. Er ist ein Vex und dazu noch stumm. Er lebt einsam und verwaist in einer Welt nach Unserer und kämpft täglich ums Überleben, bis er Anny kennen lernt und das Schicksal seinen Lauf nimmt.
Als Saymon in New Horizon bei den Vex ankommt muss er erkennen, dass selbst im „Paradies“ mehr Schein als Sein herrscht. Schafft er es gegen das Unrecht in New Horizon anzukämpfen?
Und wie geht es für ihn weiter, als er erkennt, dass er die Waffe in sich selber trägt? Findet er einen Weg nicht nur sich, sondern auch die anderen zu retten?


Cover:
Das Cover ist einfach nur perfekt zur Geschichte gewählt. Es ist nicht nur optisch schön gestaltet, sondern spiegelt auch den Inhalt des Buches wieder. So sehen wir die Weite und düstere Außenwelt; eine Stadt, welche durch das Licht strahlt und doch unheimlich wirkt; eine jungen Mann und ein Mädchen, dass durch ihre Geste, die Stille repräsentiert. Obwohl sehr viel auf dem Cover zu sehen ist, wirkt es nicht überladen, sondern ist harmonisch aufeinander abgestimmt. Hier gehört für mich ein Extralob an den Cover Designer hin <3


Charaktere:
Saymon ein Kind, ein junger Mann, ein Überlebenskünstler, eine Besonderheit. Mit diesen Worten und noch vielen anderen kann man ihn beschreiben. Er ist ein Kämpfer und lässt sich nicht unterkriegen, selbst dann nicht, wenn alles verloren scheint. Mit Saymon hat Jennifer Alice Jager eine Leitfigur erschaffen, die beim Leser nicht nur Mitgefühl weckt, sondern mit der man Seite an Seite kämpfen möchte, mit der man leidet und auch schöne Glücksmomente erlebt.

Ihm an die Seite stellt sie die unterschiedlichsten und undurchsichtigsten Charaktere, die uns im Laufe des Buches immer wieder überraschen und auch verwirren. Man hinterfragt sich, ob man das falsche von einer Person denkt oder doch nicht. Man merkt, dass die Autorin sich viele Gedanken gemacht hat über die einzelnen Charakterzüge von Personen und welche Rolle diese spielen sollen. Egal ob „Gut“ oder „Böse“, Jennifer Jager überrascht uns das ganze Buch über immer wieder und zeigt, dass sie eine grandiose Autorin ist.



Meinung:
Mit ihrer ersten Dystopie hat Jennifer Jager mich einfach nur restlos begeistert. Mit ihrem Schreibstil entführt sie den Leser in eine fremde uns unbekannte Welt. Wir steigen direkt ins Geschehen und in die uns unbekannte Welt ein. Die Autorin verzichtet hier auf unnötig lange Beschreibung und Erklärungen, sondern gestaltet diese so ausführlich wie nötig, aber lässt dem Leser genug Freiraum für eigene Fantasien.

Mit ihrem flüssigen, lebhaften und begeisterten Schreibstil bleibt dem Leser nichts Anderes übrig als gefesselt an den Worten der Autorin zuhängen und durch das Buch zufliegen. Die Geschichte erleben wir aus der personellen Erzählperspektive und durch die immer mal wieder eingebauten Perspektivwechsel, tauchen wir noch tiefer in die Geschichte ein und lernen auch andere Charaktere noch besser kennen.

Zu Beginn des Buches wird eine Grundspannung aufgebaut, die bis zum Ende beibehalten wird. Jennifer Jager baut immer wieder Spannungsspitzen ein, ermöglicht dem Leser aber auch an der einen oder anderen Stelle kurz durchzuatmen. Sie schafft es immer wieder zu verwirren, Auswege zu präsentieren, die letztendlich keine sind; Hoffnung zu schaffen, wo alles aussichtslos scheint und Wahrheiten zu zerstören, deren man sich als Leser so sicher war. So werden Geheimnisse aufgedeckt und gleichzeitig neue Fragen erschaffen, so dass der Leser das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann.
Neben dem Hauptgeschichtsstrang finden wir ebenso eine kleine zarte Liebesgeschichte, die Frage was wahre Freundschaft und Zusammenhalt ist und viele weitere kleine Nebenstränge. Das Ganze baut die Autorin so genial ein, dass es das Buch bereichert, aber nicht überlädt oder sogar die Hauptgeschichte in den Hintergrund drängt.
In den letzten Kapiteln trumpft Jennifer Jager mit einem Furiosen und spannungsgeladenem Finale auf, welches einen würdigen und runden Abschluss der Geschichte bildet. Sie beendet zwar den Hauptstrang der Geschichte, aber lässt dem Leser genug Platz für eigene Ideen und Fantasien oder eventuell einem 2. Teil?.
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es ein zweiter Teil oder zumindest eine kurze fortführende Novelle dazu!!!


Mein Fazit:
Mit diesem Buch konnte mich Jennifer Jager wieder vollsten überzeugen und ich liebe es. Es wird definitiv zu meinen Jahreshighlights 2016 zählen. Mit ihrem ganz tollen Schreibstil und der packenden Spannung, konnte und wollte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Die Dystopie von Jennifer Jager muss in meinen Augen nicht den Vergleich mit anderen bekannten Dystopien scheuen, denn sie kann dort definitiv mithalten und spielt in der gleichen Liga. Vielen lieben Dank liebe Jennifer für dieses grandiose Buch und Lesevergnügen.

In meinen Augen ist Saymon’s Silence ein MUST – READ.

Daher eine klare Leseempfehlung und



volle 5 Flatterfeen <3

(c) Freya

Kommentar schreiben

Kommentare: 0