Selection von Kiera Cass


Klappentext: 

 

Die Chance deines Lebens? 35 perfekte Mädchen – und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe? 

 

Meine Meinung:

 

Dieses Buch habe ich geholt gehabt, weil ein wahrer Hype besteht, nachdem ich allerdings gerade mit Hypebüchern immer sehr schlechte Erfahrungen gemacht hatte, war ich mir nicht sicher ob ich diese Reihe überhaupt wirklich lesen wollte. Diese Frage kann ich mittlerweile eindeutig mit Ja beantworten. Warum das so ist? Das lest ihr jetzt :) 

 

Selection ist der erste Teil einer Bücherreihe von Kiera Cass, er findet sich im Genre Jugendbücher/Dystopie gekoppelt mit Liebesroman. 

Das Abenteuer wurde aus der Sicht der Hauptprotagonistin America Singer geschrieben, was es dem Leser somit sehr leicht macht eine Bindung zu dem Charakter und dessen Gefühle aufzubauen. Der Schreibstil ist bildhaft detailliert beschreibend und schnell, flüssig und einfach zu lesen. Ein typisches Jugendbuch eben. Emotionen und Eindrücke werden sehr gefühlvoll beschrieben und können den Leser schnell mitreißen.

 

America ist eine sehr liebenswerte, mutige und authentische Person, ich hatte sie vom ersten Moment an gemocht und konnte mich sofort in ihr Leben und ihren Charakter hineinversetzen. Es macht Spaß ihr Leben direkt mitzuleben, denn es ist sehr vielschichtig und daher auch nie langweilig. Sie kennt ihre Schwächen sehr gut und kann diese auch richtig einschätzen, ihre Stärken kann sie allerdings eher nicht richtig werten. America ist eine Künstlerin mit Tiefe, sie ist fürsorglich, familiär und wenn sie liebt dann mit ganzem Herzen. Ihre offene und ehrliche Art ist beeindruckend, auch wenn sie oft durchaus rebellische Züge annimmt. Was den Charakter unwahrscheinlich lebendig wirken lässt. Sie ist eine sehr intelligente Frau, die häufig Situationen richtig erfasst und einschätzen kann und verfügt darüber hinaus auch noch die Eigenschaft, wenn es die Situation wirklich erfordert, ihr Temperament und ihre Emotionen zurück zu halten. Dies geschieht aber meist wirklich nur dann, wenn es sein MUSS, denn eigentlich lebt sie ihr wildes und temperamentvolles Wesen lieber aus und stößt gerne mal Menschen damit vor den Kopf, aber das macht den Charakter auch irgendwie aus, sie bleibt immer interessant und sehr transparent, so dass man sie noch besser nachempfinden kann..

 

Allgemein erfährt man hier in diesem ersten Band vieles über das System des Staates Illea, welches in den ersten Seiten zwar kurzzeitig verwirrt, aber was sich wirklich schnell aufklärt. Man bekommt einen Einblick in die Kasten (Systemunterteilungen), deren Stand und Ansehen in der Gesellschaft.

 

Man lernt viele verschiedene Charaktere kennen, die einen liebt man, manche hasst man und dann gibt es noch welche, die nur schwer einzuschätzen sind und mysteriös gehalten werde. Wir haben es hier nicht mit einem typischen Beginn von wegen Mädchen verliebt sich in Prinz Geschichte zu tun, sondern man begleitet hier America durch viele Höhen und Tiefen in ihrer eigenen Gefühlswelt.

 

Spannend wird die Geschichte gehalten durch Americas Hang zum verbotenen. Regeln sind unabdingbare Dinge in jedem Leben, so auch in Illea. America kennt die Gefahren und doch neigt sie dazu, sich gegen den Verstand zu stellen und sich immer wieder von ihren Gefühlen leiten zu lassen.

 

Neben all diesem Gefühlschaos muss die junge Dame aber auch noch einen Wettstreit bestehen, denn sie ist eine von 35 erwählten Frauen, welche um die Gunst des Prinzen buhlen. Dieser Kampf ist alles andere als leicht, wie man sich vorstellen kann, denn jeder hat seine Gründe und Verlangen diesen Kampf für sich zu entscheiden. Konkurrenzkampf und Zickenkrieg sind da vorprogrammiert.

 

Aspen ist ein junger sympathischer Kerl aus einer der niedrigen Kaste, wir erfahren hier vieles über seine Familie, seine Sorgen und Ängste. Ich fand ihn von Anfang an sympathisch aber man merkte trotzdem schnell, dass er anders denkt und handelt wie America. Er stellt seine Gefühle nur eingeschränkt über seinen Kopf. Er wägt kühn ab, wann es sich lohnt ein Risiko einzugehen und wann es anfängt hoffnungslos zu werden. Kommt er zu dem Entschluss, dass es besser ist nicht weiter zu handeln, dann zieht er auch gerne klare Linien. Leider ist er sich den Konsequenzen nicht immer ganz im Klaren wie es mir schien. Ob er meine Sympathie halten kann, bleibt abzuwarten.

 

Seine Beweggründe sind oft und gut nachvollziehbar aber ich habe ihm trotzdem gerne mal die Knochen verflucht.

 

Prinz Maxon ist ganz und gar ein Gentleman, herzlich, förmlich und mit Tiefe. Oberflächlichkeit kann man ihm wahrlich nicht vorwerfen. Er ist fürsorglich und offen für neue Eindrücke und Belange anderer. Er nimmt seine Aufgabenfelder sehr ernst und gibt sich diesen auch immer voll und ganz hin. Er ist gerecht und aufrichtig, aber kann genauso gut Autorität ausstrahlen wenn er es für nötig hält. Durchsetzungsvermögen und Weitblick sind bei ihm noch ausbaufähig, denn es gibt noch viele Menschen in seinem Umfeld, welche er zu überzeugen hat.

 

Fazit:

 

Für mich ein überraschend toller Auftakt, den ich gerne weiterempfehlen werde. Tolle Protagonisten, die nicht langweilig sind. Viele interessante Nebencharaktere, welche das ganze abrunden und eine Geschichte um ein System und schicksalhafte Erlebnisse welche den Spannungsbogen durchweg aufrecht erhalten, neben einer nicht ganz so einfachen Liebesgeschichte :)   

 

Meine Flattefeen-Bewertung: 

 

 

Wie sollte es nach solch einem Erlebnis auch anders sein :D

 

~Rezension von Alisea~

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