Tochter der Lüfte: Die Zwillingssaga von Salomé Joell

Inhalt:

Prinzessin Méileen soll den sadistischen brutalen Prinz Kargon aus einem anderen Königreich heiraten. Jede Nacht hört sie die Schreie der Dienerinnen, die Nacht um Nacht in Prinz Kargons Gemach gebracht werden und auch sie selber, muss seine Brutalität am eigenen Leib spüren. Kurz vor der Hochzeit stirbt auch noch Méileen´s Vater. Nun hat sie gar keine Hoffnung mehr auf ein Leben in Freiheit, außer in ihren Träumen. Denn dort kann sie frei sein und lernt den jungen Leonardo kennen. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Fremde, der jede Nacht in ihrem Traum auftaucht um ihr zu helfen? Schafft Prinzessin Méileen die Flucht und kann sie ihr Königreich von Prinz Kargon befreien?


Cover:

Das Cover des Buches ist einfach traumhaft. Es ist Blautönen gehalten, zeigt eine junge Frau, Flügel und ein Tuch, das um die Frau „weht“ und sie einhüllt. Das Cover ist auf den Titel des Buches abgestimmt und so ergänzt sich beides perfekt. Außerdem hat das Cover etwas Geheimnisvolles und in Verbindung mit dem Klapptext, der sich sehr düster liest, möchte man in die Geschichte sofort eintauchen.

 

 

 


Protagonistin:

Méileen die Hauptprotagonistin ist eine junge Prinzessin, die gezwungen wird den grausamen Prinz Kargon zu heiraten. Méileen gibt nicht auf, sie kämpft und versucht zu fliehen. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich immer weiter. Sie war mir von Anfang an sympathisch, da sie nicht die typische „Püppchen“Prinzessin verkörpert, die nur hübsch und gehorsam ist. Sie will ihren Willen durchsetzen und sich nicht Prinz Kargon beugen. Im Laufe des Buches habe ich sie sehr ins Herz geschlossen, da sie zu einer tollen Frau heranreift.

Leonardo ist ein Träumer. Das heißt, er hat die Möglichkeit Menschen in ihren Träumen zu besuchen. Genau dies tut er um Méileen zu unterstützen und das obwohl er sie nicht kennt. Auch ihn finde ich sehr sympathisch, wobei ich mir frage, welches Geheimnis er mit sich herumträgt. Dies macht ihn natürlich interessant.

 

Auch die anderen Protagonisten sind charakterlich sehr bunt gemischt und jeder hat so seine Eigenheiten. Daher ergibt sich eine bunte, aber gut aufeinander abgestimmte Mischung, die die nötige Spannung und aber auch Harmonie in die Geschichte bringt.

Meinung:

Wir steigen nicht direkt mit der Sicht von Méileen ein , unserer Hauptprotagonisten, sondern mit einem Prolog aus Sicht von Leonardo. Dadurch wird direkt die Neugier geweckt, da man nur soviel wie nötig erfährt, aber doch nicht wirklich „befriedigt“ sind. Salomé Joell hat es hier also perfekt geschafft, uns neugierig zu machen und nur eine Andeutung zu geben, was uns erwarten wird. Danach wechselt die Sicht zu Prinzessin Méileen und wir lernen sie kennen, ihre Königreich und ihre Geschichte. Danach gibt es einige Sichtwechsel um verschiedene andere Leute und deren Schicksal kennen zu lernen. Dabei bleiben die großen Parts immer auf die Hauptprotagonistin Am Anfangs habe ich mich genau damit sehr schwer getan, da die Autorin hier sehr viele Infos in kurze eingefügte Sichtwechsel eingebracht hat. Im ersten Moment des Lesens hätte ich mir etwas längere Abschnitte für die jeweiligen Personen gewünscht, um direkt mehr von ihrem Schicksal zu erfahren. Nachdem ich aber mehr als die Hälfte des Buches gelesen hatte, musste ich aber erkennen, dass die Art und Weise wie Salomé Joell dies gelöst hat eigentlich perfekt zur Geschichte passt. Denn so gelingt es der Autorin viele wichtige Infos und Zusammenhänge , die das Gesamtbild prägen, dem Leser zu vermitteln ohne Szenen doppelt zu beschreiben oder das Langeweile aufkommt. Wir erleben die Weiterentwicklung der Hauptprotagonistin und der Nebenprotagonisten in Ich-Form mit und können daher mitfühlen, wie vor allem Méileen sich weiterentwickelt, ihre Fähigkeiten entdeckt und immer stärker wird. Das Ende lässt Salomé Joell zwar in gewisser Weise offen, doch ist es sehr schön gestaltet, da es mit einem Glücksgefühl endet.


Fazit:

Das Buch habe ich bei einem Gewinnspiel gewonnen und muss ganz laut sagen ZUM GlüCK. Ich hätte sonst definitiv ein tolles Debüt einer spannenden Trilogie verpasst, da ich es bisher nicht kannte. Hatte ich zu Beginn mit den immer kurzen eingeschobenen Perspektivenwechsel meine Probleme, kann ich mir nun das Buch ohne diese gar nicht vorstellen. Salomé Joell schafft es von Anfang an den Leser zu fesseln und für die Geschichte der Prinzessin Méileen zu begeistern. Das Ende ist sehr schön gestaltet, da der Cliffhanger nicht allzu schlimm ist.


Ich vergebe 4 von 5 Flatterfeen und eine klare Leseempfehlung.

1 Fee ziehe ich ab, da ich mir vielleicht noch einen Ticken mehr Spannung , bzw. Action gewünscht hätte. Aber ich sehe großes Potential für Band 2, dass Salomé Joell, diese eine Schippe noch drauf legt.

 

(c) Freya

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